Marketing Tipps für Hochzeitsfotografen

Wie in jeder anderen Branche sind regelmäßige Veränderungen auch in unserem Business völlig normal, Trends kommen und gehen. Dabei gestaltet es sich nicht immer einfach im Meer der Bilder wie Facebook oder Instagram aufzufallen – bzw. den Kunden auf sich aufmerksam zu machen.

 

Versetzen wir uns doch mal in die Lage einer Braut

Hast du schon mal versucht, nach einem Hochzeitsfotografen in deiner Gegend zu googeln? Gib deine Suchbegriffe mal ein – prompt erscheinen hunderte von Webseiten.

Bei Instagram sieht es auch nicht besser aus, erlaube dir den Spaß und gib folgende Hashtags ein: #Hochzeit #Hochzeitsfotograf #Hochzeitsfotos

Die Zahl der jeweiligen Ergebnisse wollen wir hier nicht nennen, du wirst es dir vermutlich denken…

Was tun? Wo oder wie, könnte dich ein Brautpaar entdecken?

Falls es dir an Zeit und vor allem am Interesse für die Standardprozedur fehlt wie: Posten, Liken und Kommentieren – haben wir 10 weitere Ideen für dich. Und JA! Die Umsetzung macht jede Menge Spaß, weil du es für dich und dein Fotografie Business tust.

 

Doch bevor du mit der Umsetzung beginnst, beachte bitte folgenden Punkte:

• den idealen Kunden finden

Je genauer du deinen idealen Kunden definieren kannst, desto schneller gewinnst du die Aufmerksamkeit der angestrebten Zielgruppe.

Mit Fragen wie:

  • Welche Hochzeiten möchte ich fotografieren?
  • Mit welchen Menschen arbeite ich am liebsten?
  • Wie nutzen sie das Internet: wie und wo suchen sie nach einem Hochzeitsfotografen?
  • Wie viel sind sie bereit in ihre Erinnerungen zu investieren? etc…

 

• Persönliche Ziele festlegen

Erfolg beruht auf Zielen oder anders ausgedrückt: auf deinem festen Entschluss!
Um deine Ziele zu erreichen, musst du sie klar definieren. Und das in konkreten Zahlen und Euro-Beträgen:

  • Wie viel möchtest du im nächsten Jahr verdienen?
  • Wie viel bist du bereit dafür zu tun?
  • Wieviel Zeit und Geld möchtest du investieren?

Nur wenige Fotografen wünschen sich 50 Hochzeiten im Jahr zu begleiten. Damit deine Rechnung aufgeht musst du bereits im Vorfeld genau kalkulieren.

 

• Präsenz und Brand

Welche Botschaft sendet deine Präsentation? Wofür steht dein Brand? Welche Philosophie möchtest du in die Welt tragen?

Unsere 11 ultimative Tipps,
um weitere Hochzeitsaufträge zu generieren:

 

Schritt 1: Webseite eines Hochzeitsfotografen

Der erste Eindruck zählt! Es wird Zeit, sich deiner Webseite zu widmen. Hier gilt: weniger ist mehr.

1. Trenne deine Hochzeitsseite vom anderen Fotografie-Schwerpunkten wie: Familienfotos, Business-Portraits, Akt, Tiere usw…

Du musst dich vom anderen Genre ja nicht gleich völlig verabschieden, lege einfach weitere Internetseiten an. Mach es jedem Kunden einfacher, sich spezifisch umzuschauen, anstatt ihn abzulenken.

2. WOW-Bilder müssen nach vorn und konzentriere dabei deine Präsentation auf etwa 30 Fotos.

Warum so wenige? Hier gehören lediglich deine aktuellen Arbeiten rein, sowie alles, was du auch morgen gerne fotografieren möchtest! Mehr dazu im Punkt 5.

Aufräumen: alte Fotostrecken und Bilder, welche dir nicht mehr gefallen, Fotos die du so nicht mehr machst, Bildbearbeitung, die deinem aktuellen Stil nicht mehr entspricht… all das muss raus!

3. Befindet sich auf der Homepage ein persönliches Foto von dir?

Menschen vertrauen einem Gesicht viel mehr, als einem Logo. Wichtig: Das Gesicht nicht hinter der Kamera verstecken, zeige deine Augen, sie sind das Tor zur Seele.

4. Optimiere deine Webseiten-Texte.

Wie oft findest du folgende Worte: ich, meine, wir, unsere…? Streiche mindestens die Hälfte davon! Formuliere Texte so um, dass es Brautpaaren gleich ersichtlich wird, was sie von dir bekommen.

5. Aktualisiere deine persönliche Daten. Z. B.:
• ist die Telefonnummer noch aktuell?
• E-Mail Adressen, die mit “info” anfangen, werden oft als Spam eingestuft
• denke an die DSGVO

 

WEITERE Tipps zur Webseite findest du im folgenden Blogbeitrag:
Webseite eines Hochzeitsfotografen

Schritt 2: Überrasche deine Brautpaare

Jeder liebt Überraschungen! Ein idealer Grund, um Paaren aus dem letzen wie auch vom laufendem Jahr spontan etwas zu schenken. Dir fällt es an Ideen? Da hätten wir:

Perfekt als Bucheinlage, im Filofax, schlicht auf dem Schreibtisch, selbst in der Handtasche finden sie ihren Platz.

Nutze alle Aufträge um dich wieder ins Gespräch zu bringen, von Hochzeiten über Familien, selbst bei Business Portraits oder Boudoir-Shootings. Verschenke Freude, hier findest du die passenden Inspirationen: Photoshop Vorlagen für Kalender

Schritt 3: Veröffentlichung deiner Arbeit in der Fachpresse

Auf welche Fotostrecke bist du besonders stolz? Ist es eine deiner Hochzeitsreportagen oder vielleicht ein Inspirations-Shooting? Reiche sie zur Veröffentlichung in Hochzeitsmagazinen und Hochzeitsblogs ein. Trau dich einfach!

Tipps dazu findest du bei uns im Blog unter: Wie erreiche ich eine Publikation

 

Schritt 4: Best-of-Galerie

Facebook ist immer noch eines der größten sozialen Netzwerke, nutze es doch wie folgt: Lege ein weiteres Fotoalbum an und nenne es z.B.: “Best of”, “Meine Lieblingsfotos”, “Highlights” oder Ähnliches, fülle es mit deinen aussagekräftigsten Bildern.

Als Beschreibung nimmst du, bei jedem Foto, den Link zu deiner Webseite oder zum entsprechenden Blogbeitrag. Markiere Brautpaare, Location sowie alle beteiligten Dienstleister. Damit schießt deine Beitragsreichweite in die Höhe, ohne den Post gleich fürs Geld zu bewerben!

Wie erfährst du, welche Dienstleister alles mitgewirkt haben?

Da helfen wir gerne weiter: Unsere Paare bekommen ca. 4 Wochen vor der Hochzeit einen Fragebogen. Dort trägt das Brautpaar alle Beteiligten ein.

Schritt 5: Führe einen Blog

Dein Blog reflektiert dich und deine Arbeit als Hochzeitsfotograf wie ein Spiegel. Dort bekommen Brautaare echte Einblicke in komplette Hochzeitsreportagen, welche du bereits begleitet hast. Ein Blog ist dazu da, um Geschichten zu erzählen, Paaren bei ihren Vorbereitungen zu helfen, um zu zeigen wer du bist…

Bedenke, sie heiraten zum ersten Mal und sind für jede Hilfe dankbar, reiche dein Wissen über Hochzeiten an sie weiter. Bau darauf das Vertrauen in dich aus! Um größeren Wert jedem Kunden zu bieten, musst du lediglich helfen ihre Probleme zu lösen.

Schau zum Inspirieren einfach in unseren Blog vorbei: http://www.blog.christinaeduard.de

Was auch gut angenommen wird sind Highlights aus dem kompletten Jahr, auch deine privaten Erlebnisse. Zum Ende des Jahres erstellst du einen Rückblick. Rückblicke sind besonders spannend und ergeben einen langen Beitrag mit interessanten Inhalten.

Du führst noch keinen Blog? Dann wird es langsam Zeit! Dieser Leitfaden wird dich dabei unterstützen: Erfolgreiches Bloggen mit Redaktionsplan

Schritt 6: Zusammenarbeit mit Weddigplaner

Es wird Zeit, um mit Weddingplanern einen Kaffee zu trinken. Schau im Internet nach, wer in deiner Gegend Hochzeiten organisiert. Zahlreiche Locations haben einen Eventmanager oder eine Hochzeitsplanerin direkt vor Ort. Nimm es selbst in die Hand und kontaktiere sie!

Unsere persönliche Empfehlung an dich:

Nimm zum Gespräch ein hochwertiges Fotobuch oder eine Fotomappe mit. Sie hinterlassen einen ganz besonderen Eindruck,  als nur Fotos auf dem Smartphone.


Schritt 7: Erinnere dich an alle Dienstleister

An jeder Hochzeit sind zahlreiche Dienstleister beteiligt. Sie alle brauchen Bilder, um ihren Service bzw. Produkt besser zu präsentieren. Erhöhe deine persönliche Empfehlungsrate und sende an alle beteiligten Dienstleister Fotos von der jeweiligen Hochzeit. Selbstverständlich in hoher Auflösung und OHNE Logo oder Wasserzeichen.

Wie kommst du an alle Adressen? Denk an den Brautpaar-Fragebogen, mit ihm hast du schon alle Kontaktdaten auf der Hand.

Schritt 8: Besuche einen Wedding Meet-up

In den meisten Großstädten Deutschlands finden regelmäßige Dienstleister-Treffen statt, die sogenannte Wedding Meetups. Hier versammeln sich Gleichgesinnte aus der Hochzeitsbranche, um Kontakte zu knüpfen, Shootings zu organisieren… oder sich einfach auszutauschen.

Infos zu Terminen und Locations findest du bei Facebook. Gib als Stichwort „wedding meet up“ ein.

Denke daran ein Fotobuch mit deiner Arbeit mitzunehmen. Fehlt es bei dir noch an Investitionsmöglichkeiten oder es fehlt am Bildmaterial? Bei Amazon wie auch in den meisten Bastelgeschäften, findest du eine Portfolio-Mappe für Künstler und Models. Such deine Lieblingsbilder raus und bestell sie in 20×30 cm bei Saal-Digital oder Fotoexakt, nimm die Mappe überall mit und zeig sie jedem. Mit der Zeit wird sie sich mit deiner Arbeit füllen, was dir nicht mehr zusagt – holst du ganz einfach wieder raus.

Schritt 9: Inspirations-Shooting

Eine echte Hochzeit ist kein Ort zum Üben oder Experimentieren, hier muss bereits alles sitzen, ob die Kenntnis zum Licht, der Umgang mit dem Brautpaar beim Paarshooting und erst Recht mit der Kamera.

Wie in jedem anderen Fotografie Genre lässt es sich bei einem freien Shooting am besten üben. Ein Inspirations-Shooting nimmt viel Zeit in Anspruch, doch macht es jede Menge Spaß, erhöht das fotografische Können und stärkt dein Netzwerk.

Zeige im Anschluss deine Resultate in sozialen Netzwerken wie: Instagram, Facebook, Twitter, Pinterest…usw. Reiche diese Fotostrecken anschließend zur Publikation bei den Hochzeitsblogs oder Magazinen ein!

Möchtest du ein Inspirations-Shooting organisieren? Folgende Tipps werden dir dabei helfen: Organisation eines Styled Shootings


Schritt 10: SEO

Auch wenn es total langweilig klingt, doch auch heute ist die Suchmaschinen-Optimierung absolut notwendig, um bei Google & Co. einen besseren Rang zu bekommen und von zukünftigen Brautpaaren leichter gefunden zu werden.

In Texten auf deiner Webseite und auch im Blog dürfen relevante Schlüsselwörter (keywords) nicht fehlen, wie z. B.„Hochzeitsfotografie“, „Hochzeitsfotograf in Frankfurt“ …etc.

Benenne alle Bilder nach der jeweiligen Location, auch diese Begriffe sind für Suchmaschinen von großer Bedeutung. Wenn eine Braut sich für eine bestimmte Location interessiert, so googelt sie danach und klickt auf Bilder! Hier sollten auch deine Fotos erscheinen und noch besser, wenn es sich dabei um eine komplette Hochzeitsreportage handelt.

Beispiel: „Hochzeit_Hotel_Jägertor_Hochzeitsfotograf_Mustermann-01.jpg“

Schritt 11: Persönliche Weiterempfehlung und Referenzen durch deine Kunden

Die schönsten Hochzeiten in unserem Werdegang kamen alle durch persönliche Empfehlung zustande. Wer war daran beteiligt? Angefangen bei Brautpaaren, über Fotografenkollegen, Weddingplaner, Blumengeschäfte, unsere eigenen Freunde – bis hin zu Locations selbst.

Wie du siehst, die Arbeit aus den oberen 10 Punkten lohnt sich!

Und wie schaut es mit den schriftlichen Referenzen auf der Webseite, im Blog, vielleicht auch als Post in sozialen Netzwerken aus? Hier im Blog findest du zu dem Thema einen Beitrag mit Tipps:  WEITEREMPFEHLUNG und Warum sie so wichtig ist

 

Besuche einen Masterclass für Hochzeitsfotografen

Wir haben zahlreiche Workshops und Seminare besucht und investieren noch heute jedes Jahr in unser Wissen. Glaub uns, die Investition in deine Weiterbildung bringt dir am meisten. Angefangen bei:

  • Licht und Komposition
  • Umgang mit Brautpaar und Gästen
  • Workflow optimieren
  • Marketing
  • Persönliche Entwicklung… usw

Natürlich kann sich jeder das Wissen nach und nach selbst aneignen, vorausgesetzt dir steht  jede Menge freie Zeit zur Verfügung. Falls du zeitlich eher eingespannt bist, nimm eine Abkürzung! Die Investition in Fortbildung hast du schnell wieder raus, im Vergleich zur Anschaffung von neuen Objektiven.

Denn mal ehrlich, eine neue Kamera wird dir kaum verraten wie du eine kurvige Braut schlanker ablichtest oder wie du dich vermarkten kannst, geschweige den die Arbeitszeit am PC verkürzen.

Möchtest du mehr über unsere Masterclass, Live Webinare und Einzelcoachings erfahren? Schau hier vorbei: Hochzeitsfotografie Workshops

 

Jetzt liegt es an dir

Entscheide dich, mit welchem Schritt du bereits heute beginnst. Damit auch das gut funktioniert und du deinen Erfolg planen kannst, findest du hier einen Business- und Zeitplaner. Wir nutzen ihn täglich, Dank ihm bekam unser Business eine Struktur, einen festen Ablauf.

 

Wünschen dir viel Freude bei der Umsetzung!

Deine Christina und Eduard
Wedding Photographer

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