…oder wie wir vom Sturm Sabine nichts mitbekommen haben

Na, das war vielleicht mal ein stürmischer Sonntag und gleichzeitig doch so gemütlich. Während sich Draußen der Orkan Sabine sammelte, wurde unsere Truppe in der wunderschönen Villa Rothschild (Königstein im Taunus) nicht nur ganz herzlich empfangen, sondern auch noch den ganzen Tag köstlich versorgt. Hinzu kam noch das attraktive Hochzeitspaar, das uns allen vor der Kamera zur Verfügung stand, während wir alle die Welt da draußen vergaßen.

Man könnte sogar meinen, besser kann man einen stürmischen Sonntag als Hochzeitsfotograf kaum verbringen, denn auf der Couch ist es zwar  gemütlich, doch bei weitem nicht so lehrreich, von den versäumten Köstlichkeiten ganz zu schweigen…

Jetzt stellst du dir vielleicht folgende Frage:

Kann man bei solchen Wetter,- bzw. Lichtverhältnissen überhaupt noch vernünftig fotografieren? 

Natürlich, warum auch nicht!? Ganz im Gegenteil – solche Situationen sind perfekt, um außergewöhnliche Bilder fotografisch festzuhalten. Vorausgesetzt du kennst deine Ausrüstung, weißt genau auf welche Art und Weise du das vorhandene Licht nutzen kannst, und die Kunst der Körperhaltung sicher beherrschst.

Alle drei Faktoren spiegeln sich im Honorar eines Fotografen wieder – wie sieht es bei dir aus? Hast du im einen oder anderen Bereich Nachholbedarf? Falls auch du zu Fotografen gehörst, die keine besonders große Lust auf kleine Preise haben, solltest du an diesen Stellen als erstes ansetzen.

Wie wir bei solchen Wetter-, bzw. Lichtverhältnissen arbeiten, kannst du wunderbar im folgenden Video sehen: 

▶️ Backstage Video: Hochzeitsfotografie MASTERCLASS – Blick hinter die Kulissen (am besten in HD anschauen!)

Was haben wir alles während des Hochzeitsfotografie Workshops gemacht?

In erster Linie, natürlich sehr viel Wissen an alle Teilnehmer weiter gereicht. Angefangen beim fotografieren von der Papeterie (Einladungskarten, Save the Date- und Menükarten, Kirchenhefte, usw…) , über Brautkleid mit zahlreichen Details, Portraits von Braut und Bräutigam – bis hin zum Brautpaarshooting.

Auch der Bereich Marketing und Bildbearbeitung findet bei uns seine ausführliche Aufmerksamkeit, zum Abend hin und damit niemand etwas vergisst – gibt es ein E-Book zum Lesen, ganz bequem vom Sofa aus. Eine willkommene Abwechslung zu Netflix oder Amazon Prime…

Zwischendurch gab es ein leckeres Menü in der Villa Rothschild und vielen Leckereien in den kleinen Pausen.

Welchen Fragen haben wir uns gewidmet?

1. Was brauchen wir alles für ein großartiges Bräutigam-Porträt?

Außer einem Bräutigam? Nur noch ein Fenster, falls ein Stuhl, Sessel oder eine Couch zur Verfügung stehen – super, damit lassen sich einige weitere Motive festhalten.

Wie gehen wir vor? 

An dieser Stelle, habe bitte Verständnis, dass wir nicht alle Inhalte aus unseren Masterclass in einem Blogbeitrag verraten können – unsere Teilnehmer investieren viel Geld, um all das zu erfahren. Folgendes können wir gerne mit dir teilen:

Bei den Männern geht es immer darum, sie stark, kraftvoll und männlich auf den Bildern zu zeigen. Dafür stehen uns mehrere Werkzeuge zur Verfügung, wir nutzen sie alle gleichzeitig:

  • das Zusammenspiel zwischen Licht und Schatten
  • seine Körperhaltung
  • der richtige Bildaufbau

2. Was brauchen wir für ein schönes Braut-Porträt und welcher Zeitpunkt ist ideal?

Als Reportage-Fotografen werden wir in der Regel ab dem Getting-Ready gebucht, das empfehlen wir auch unseren Kunden. Selbst diejenigen, die vorher eher unsicher waren – entscheiden sich dafür nach unserem Kennenlernen.

Wie bei den Männern, ist für ein schönes Brautportrait nicht viel von Nöten – außer eine Braut, ein Fenster und evtl. ein paar Möbelstücke: wie Stuhl, Sessel, oder eine Couch – ein Bett (z.B. im Hotelzimmer) macht das auch.

Bevor unsere Braut das Zimmer verlässt, um zu ihrem Verlobten zu flüchten, welcher sie sehnsüchtig vor dem Altar erwartet – wir nutzen diesen Moment und halten einen schönen Portrait mit der Braut fest, denn genau das ist der perfekte Augenblick für solche Aufnahmen.

Warum genau jetzt? 

Es sind die Gefühle in ihrem Blick, das (noch) unberührte Make-up, die perfekt sitzende Frisur, das saubere Hochzeitskleid – all das bildet gemeinsam die ideale Situation für das perfekte Hochzeitsfoto, welches bei ihm später auf dem Schreibtisch steht.

Was ist dabei alles zu beachten? Was ist wirklich wichtig? 

Im Prinzip das selbe wie bei den Männern:

  • Licht und Schatten
  • ihre Körperhaltung
  • die perfekte Komposition

3. Warum legen wir soviel Wert auf Körperhaltung, Bildaufbau, Komposition und die Harmonie zwischen Licht und Schatten?

Nun, wenn uns all diese Dinge egal wären und wir einfach nur im Dauerfeuer auf den Auslöser drücken würden – wären wir da nicht wie Onkel Bob? Ein Amateur hat von all diesen Dingen nun mal wenig Ahnung, er kauft sich lieber ein paar neue Objektive.

Ein professioneller Fotograf  kennt die Wirkung von Schatten und weiß genau wie er die Empfindungen der Zuschauer mit einem perfekten Bildaufbau unterstreicht.

Menschen sind emotionale Wesen, wir empfinden ständig Emotionen. Dabei sind gerade Hochzeiten sehr gefühlvolle Familienfeste, hier ist die große emotionale Stimmung bereits vorprogrammiert. Jetzt heißt es nur noch, sie auch gekonnt auf Fotos bannen.

4. Auf welches Equipment wir bei schlechtem Licht greifen?

Auf das selbe wie bei schönem Licht – das, was sich in unserer Fotoausrüstung befindet + das vorhandene Licht.

Beim Workshop in der Villa Rothschild lernten unsere Teilnehmer sich auf das Wesentliche zu fokussieren, auf Körperhaltung zu achten, mit vorhandenem Licht ganz besondere Bilder kreieren – dabei einen Bildaufbau zu entwerfen den ein Onkel Bob niemals hinbekommt, weil ihm das richtige Wissen nun mal fehlt.

…und dann kamen die Kollegen noch auf die tolle Idee und drückten unserem Bräutigam ein Glas Whisky in die Hand – für eine noch schönere Geschichte oder das moderne Wort: Storytelling. Es war einfach toll 🙂

5. Wie lange ein Brautpaar Shooting bei uns in der Regel dauert?

Nur so lange, wie das Brautpaar es sich wünscht – in der Regel sind es etwa 20 – 40 Minuten.

Mehr nicht? 

Nein, mehr nicht! Wir sind der festen Überzeugung: Ein Fest ist zum Feiern da und nicht zum Portfolio erweitern. Unsere Kunden sind der gleichen Ansicht, sie möchten den Tag möglichst entspannt genießen, anstatt Model für den Fotografen zu stehen.

Machen wir auch Fotos beim Sonnenuntergang zum späten Abend hin? 

Sehr sehr selten, zu diesem Zeitpunkt startet meistens das Dinner – da haben unsere Paare doch anderes zu tun und auch für uns heißt es jetzt: etwas essen und sich kurz ausruhen…

 

Doch leider verflog der schöne Tag viel zu schnell vorbei und wir freuen uns auf die nächste Masterclass, bist du dabei? Wir hoffen unser kleiner Einblick mit dem Review Video konnte dich etwas inspirieren und aufmuntern Neues auszuprobieren.

Deine Christina und Eduard
Wedding Photographer

 

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