Eure Fragen / unsere Antworten-Reihe geht in die 3. Runde

In unserem letzten Newsletter starteten wir eine kleine “Umfrage”, um eure aktuellen Fragen zu erfahren, herausfinden wo “der-Schuh-am-meisten-drückt”, was unsere Community brennend interessiert.

Daraufhin erreichten uns unzählige Mails mit unterschiedlichsten Themen: wie macht ihr dies und jenes…? Habt einen Tipp für die und die Situation…? Welche Möglichkeiten gibt es, wenn…? usw. Einige Fragen waren ähnlich, das Eine oder das Andere haben wir vielleicht bereits beantwortet, doch Manches ist so individuell, dass wir beschlossen haben zu diesen speziellen Themen jeweils einen ausführlichen Beitrag zu verfassen.

Bevor es los geht, möchten wir uns für das zahlreiche Feedback bei euch ganz herzlich bedanken!

F.A.Q-Reihe Teil 3:

Frage Nr. 1:  Wie komme ich an mehr Buchungen bzw. an besser bezahlte Aufträge, wenn es immer mehr Wettbewerb und damit auch Preisdumping gibt?

Die Frage wird sehr oft gestellt – dazu haben wir bereits folgenden Blogbeitrag verfasst:

»11 ultimative Tipps für weitere Hochzeitsaufträge, die du sofort umsetzen kannst«

Sobald du mit den 11 Tips durch bist, geht es als nächstes um deine persönliche Einstellung – wir sehen den Wettbewerb eher als etwas Positives. Er zwingt uns weiter zu denken, sich nach neuen Ideen umzuschauen, stetig nach Höherem zu streben.

Wie jede andere Branche, verändert sich auch der Hochzeitsmarkt – wir entwickeln uns mit. Um im auf dem Markt wahr genommen zu werden, bedarf es etwas mehr, als eine Preisanpassung. Hier, ein paar der wichtigsten Faktoren:

 

1. Deine Zielgruppe als Fotograf definieren

Es ist sehr wichtig zu erkennen und festzulegen, welche Hochzeiten du begleiten möchtest. Welchen Kundenkreis du anvisiert und in welches Preissegment sie fallen.

Es liegt ja auf der Hand – wenn ein Hochzeitsfotograf sich auf junge, schöne Pärchen in zerrissenen Jeans, die durch die Wildnis toben spezialisiert, kann er kaum eine hohe Gage verlangen. Höchstwahrscheinlich sind die beiden Studenten oder in der Ausbildung und können sich hohe Preise einfach (noch) nicht leisten. Ganz nach dem Motto: young and free… nur eben auch oft mit eingeschränkten Budget.

Meistens ist genau das der Fehler, wenn Kollegen versuchen gleichzeitig ALLE zukünftigen Brautpaare zu beeindrucken.

Dabei solltest du immer bedenken, dass bei solchem Portfolio sich wohl kaum eine Royal-Family angesprochen fühlt. OK. Royal ist vielleicht übertrieben, doch ein Pärchen mit gutem Verdienst sucht eher nach einem Fotografen, wo der Bräutigam seine Braut nicht huckepack tragen muss…

 

2. Mainstream vermeiden

Um in der Masse irgendwie aufzufallen, ist es deine Aufgabe etwas anderes zu bieten.

Wenn ein Brautpaar sich nach einem Hochzeitsfotografen umschaut und dabei auf immer-wieder-die-selben Fotos stößt. Im Resultat entscheidet sich das Paar anschließend für das günstigste Angebot.

Schaffe hier einen Unterschied! Dabei gilt es: deine Arbeit muss nicht jeder mögen, sie muss deinen Brautpaaren und vor allem DIR gefallen. Mit einem besonderen Service punktest du zusätzlich und zeigst den großen Unterschied.

Beispiel: um die Privatsphäre unserer Kunden zu wahren, bestehen wir nicht auf eine Veröffentlichung der Bilder im Internet – für viele Kunden ist genau das ein wichtiges Auswahlkriterium.

3. Weiterbildung und deine persönliche Entwicklung

Bereits Einstein definierte es als Wahnsinn, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. Solltest du mit der aktuellen Situation unzufrieden sein, dann wird es an der Zeit etwas Neues auszuprobieren! Dafür gibt es jede Menge Inspiration und neue Ideen.

In folgenden Blogbeiträgen haben wir einen Einblick unsere Inspirationsquellen verraten:

»Wer gehört zu den erfolgreichsten Hochzeitsfotografen?«

»Inspirationsquelle Kunstmuseum und warum es sich lohnt ihn zu besuchen«

»Unsere Buchempfehlungen«

Nicht zu vergessen, gerade heute gibt es unzählige Möglichkeiten, seine Kompetenz noch gezielter zu erweitern. Zahlreiche Kollegen teilen ihr gesammeltes Wissen und Erfahrungen mit allen anderen, auch wir veranstalten regelmäßig Praxis-Workshops für Fotografen:

»Wie läuft eine Masterclass für Fotografen bei uns ab?«

Zwar gibt es für Kundengewinnung keinen “Universal-Rezept”, doch wir glauben, dass genau das auch der Schlüssel ist: Finde dein eigenes Rezept!

 

Frage Nr. 2: Wir alle wissen ja, dass Trauungen oft bei sehr ungünstigem Licht stattfinden und dabei dann sehr lichtstarke Objektive zum Einsatz kommen. Ich selbst “traue” mich nicht, eine Trauung bis einer Blende von 1.8 oder gar 1.4 zu fotografieren, da ich dabei “Angst” vor der geringen Schärfentiefe habe. Wie handhabt ihr das denn?

Da wir in Deutschland leben, haben wir bei weitem nicht das Licht, wie z. B. in Kalifornien oder Italien. Schwierige Lichtverhältnisse sind unsere ständigen Begleiter, doch die modernen Kameras bieten uns “genug” Optionen.

Auch wir setzten lichtstarke Objektive ein, allerdings öffnen wir die Blende nicht so weit, die meiste Zeit fotografieren wir mit Blende 4 und passen nur die Verschlusszeit sowie ISO an.

Übrigens, die meisten Seifenopern im Fernsehen werden mit Blende 4 gedreht. Das hat gerade bei der Schärfentiefe enorme Vorteile. Bei Trauungen in dunkleren Kirchen, sind z. B. folgende Einstellungen möglich:

Blende 4, Belichtungszeit je nach Objektiv 1/200 – 1/60 s, ISO 800 – ISO 3200

Der Einsatz vom Einbeinstativ erlaubt noch längere Verschlusszeiten von etwa 1/30 s. Blitzen in der Kirche ist in den meisten Fällen nicht erlaubt oder auch bei standesamtlichen Trauungen nicht erwünscht.

 

Frage Nr. 3: Was macht Ihr wenn es wirklich Mistwetter ist, Regen oder Sturm. Das Brautpaar möchte aber so gerne draußen Fotos?

Wir, Fotografen sind doch abgehärtet, die Sorgen hat eher das Brautpaar bzw. die Braut. Unsere Ausrüstung kann auch fast jedes Unwetter vertragen – das Brautkleid je nach Einstellung der Braut…  Zu diesem Thema haben wir einen schönen Blogbeitrag verfasst:

»Was tun bei schlechtem Wetter?«

 

Frage Nr. 4: Wie schafft ihr es, das Brautpaar von hochwertigen Hochzeitsalben zu überzeugen?

Wir glauben dass es hierbei nicht so sehr um unsere Überzeugungskunst geht, sondern vielmehr um die Fotobücher selbst. Erst in einem hochwertigen Fotobuch kommen unsere Bilder so richtig zur Geltung. Im Idealfall verkaufen sich Fotobücher ganz von selbst. Dazu mehr:

»Lass deine Bilder zum Leben erwachen«

 

Frage Nr. 5: Mich interessiert, wie man die Preise für die Kunden am besten und richtig berechnen kann. Damit es für den Kunden nicht zu teuer erscheint, man selbst aber auch für seine Arbeit entsprechend entlohnt wird.

Auch diesem Thema haben wir uns schon mal gewidmet. Lese dazu mehr im folgenden Beitrag:

»Wie kalkuliere ich meine Preise? Wir zeigen dir 3 beliebte Varianten«

 

Vieles hängt natürlich von deiner Positionierung und von der Wahl der Zielgruppe ab (siehe auch die 1. Frage). Denn, es wird immer Kunden in allen 3 Preisklassen geben:

• Kunde A – ist auf Sparen aus, alles muss so günstig wie möglich sein.
• Kunde B – erwartet bestimmte Qualität, bestimmte Menge usw. Er ist bereit dafür einen gerechten Preis zu zahlen.
• Kunde C – bezahlt gerne mehr für Service und Komfort.

 

Das war Teil 3 aus unserer F.A.Q-Reihe

Falls du die ersten Teile verpasst hast, schau hier vorbei:  »F.A.Q-Reihe Teil 1« + »F.A.Q.-Reihe Teil 2« und falls dich ein anderes Thema brennend interessiert, schreib uns an: mail@christinaeduard.de

Fortsetzung folgt…

 

Wir wünschen dir viel Erfolg in der Hochzeitswelt und freuen uns über dein Feedback!

Deine Christina und Eduard
Wedding Photographer

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