Auftrag vs. freie Arbeit

Bist du vielleicht auch mehr “der kreative Typ”, der sich mehr Freiheit in seinen Entscheidungen wünscht: was die Kundschaft als Endprodukt bekommen soll, anstatt nach deren Wünschen zu arbeiten?

Wir treffen immer wieder Kollegen, die genau aus diesem Grund keine Hochzeiten begleiten möchten, sie sorgen sich um ihrer Künster-Seele.

Dann lass uns mal gemeinsam folgender Aussage aus der Welt der Fotografie widmen:

Hier wird oft behauptet, dass die berühmten Künstler von damals nur das malten, wonach es ihnen gerade war und zwar so wie sie es für nötig hielten.

Ist leider ein großer Irrtum und stimmt so nicht ganz!

Wie es damals wirklich war:

Die meisten Kunstwerke, welche heute im Museum und Kunstgalerien ausgestellt sind – waren nicht selten reine Auftragsarbeiten mit strengsten Verträgen. Oft legten die Künstler zunächst einen Entwurf auf Karton mit Kohlestift an, um mit dem Kunden alles bis ins kleinste Detail zu besprechen. Änderungen wurden natürlich angepasst, selbst wenn es das fertige Gemälde betraf.

Ja, selbst die berühmte Pieta von Michelangelo unterlag einem Vertrag, in dem der Auftraggeber seine Wünsche und Vorstellungen festhielt. Auch Leonardo da Vinci blieb nicht “verschont” – seine legendäre Felsgrotten Madonna brachte eine Menge Ärger mit sich. Die Mönche waren unzufrieden und zerrten den Künstler sogar vor Gericht. Sie wiesen mehrfach auf den nicht komplett erfüllten Vertag hin: Farben, die Anzahl der Engel im Bildrahmen sowie weitere Details waren vertraglich vorgeschrieben.

Neben all ihren Aufträgen, entwickelten die Künstler ihren Still immer weiter. Wie? Durch freie Arbeiten, sie malten zwischendurch, in ihrer Freizeit, das wonach ihnen gerade der Sinn stand. Sie wurden in ihrem Handwerk immer besser und fielen damit auf.

Was hat es mit der Fotografie zu tun?

Auch wir Fotografen haben unsere freien Arbeiten, das sind die TFP- bzw. Styled Shootings und unsere Auftragsarbeiten, hier bezahlt der Kunde den Fotografen für einen Auftrag, genau wie früher die Auftraggeber den Maler.

Wir finden: das darf nicht verwechselt werden!

Die Verantwortung eines Hochzeitsfotografen ist enorm, eine Hochzeit ist weder ein Ort zum üben, noch bietet sich dafür genügend Zeit. An diesem besonderen Tag werden einmalige Momente für immer festgehalten! Sicher ist hier auch Raum für “künstlerische” Freiheit gegeben, denn ganz klar – auch Fotografen sind Künstler, wir malen eben mit Licht.

Darin liegt der große Unterschied zum Hobby Fotografen: er hat oft von Licht, Komposition, der Körpersprache und all dem Rest – absolut keine Ahnung, weil ihn nur seine Pinsel interessieren… Sorry, wir meinen natürlich seine Objektive.

 

Entwickle dein fotografisches Können durch freie Projekte, so wie es die berühmten Maler vergangener Zeiten  taten und du bekommst fantastische Aufträge!

Deine Christina und Eduard
Wedding Photographer

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