Von Low-Budget Hochzeiten zu High End Familienfesten

In einem unserer Newsletter, gaben wir Tipps zu wichtigen Kameraeinstellungen – im Anschluss erreichte uns eine E-Mail von einer Kollegin. Sie liest seit längerem unsere Blogbeiträge, verfolgt jeden Newsletter und konnte bereits einige Tipps wirkungsvoll umsetzen.

Allerdings brannte eine Frage ihr seit langem auf der Zunge, jetzt traute sie sich, diese Frage uns zu stellen und wir möchten unsere Antwort mir dir teilen:

“Wie kommt man, als Fotograf, von günstigen Hochzeiten zu hochpreisigen schönen Hochzeitsfesten und wie ist der Kunde in dieser Preiskategorie?”

Natürlich ist diese Frage nichts Neues für uns, wir bekommen sie während der meisten Workshops gestellt. Von unserer Seite folgt immer die selbe Antwort, die zwar sehr einfach ist, doch lässt sie sich nicht in einem Satz formulieren, wie z.B.:

“Wir haben uns ein Ziel gesetzt und es anschließend erreicht.”

Nein! Denn ganz ehrlich, mit dieser Aussage kann doch kaum einer etwas anfangen!

Lass uns einfach ganz von vorne beginnen…

Kurzer Rückblick in unsere persönliche Laufbahn:

Die ersten Hochzeiten, die wir begleiten durften, fanden alle bei uns im Dorf statt in einer sogenannten Mehrzweckhalle. Unter der Woche bekamen Kinder hier ihren Sportunterricht, während die Samstage für große russische Hochzeitsfeste zur Verfügung standen.

Falls du schon mal eine typische russische Hochzeit fotografiert hast oder als Gast dabei anwesend warst – so ist dir durchaus bewusst, wie stressig derartige Feste sein können…

Wie schaut eine solche Halle überhaupt aus?

Alles andere als luxuriös!

An den Decken hängen Basketballkörbe, Wände sind mit großen grünen Sportmatten dekoriert, so haben zumindest angetrunkene Hochzeitsgäste eine weiche Wand zum dagegen laufen oder zum Anlehnen. Rote Streifen und Markierungen auf dem Boden für die verschiedenen Sportarten von Fussball bis Basketball. Klar, für eine Sportlerhochzeit bieten sich dabei zahlreiche Dekorationsmöglichkeiten.

Wo kleidete sich unser Brautpaar an?

Höchstwahrscheinlich so wie auch bei den meisten Hochzeitsfotografie-Neulingen – bei der Mama daheim oder in der eigenen schlichten Wohnung. Kurz gesagt: Einer schönen 5* Luxus Hotel-Suite-Atmosphäre konnten wir, in unserem Dorf, wohl kaum entfernter sein! 

…und doch fotografieren wir heute genau da, in wunderschönen luxuriösen Locations.

Also, wie haben wir es geschafft?

Folgender Satz kam dir als Fotograf ganz bestimmt schon mal zu Ohren: “Du bekommst genau die Aufträge, welche du in deinem Portfolio präsentierst.”

Mit diesem Prinzip bewaffnet, lernten wir einfach jede Hochzeit, völlig gleich wie schlicht sie auch war, auf unseren Bildern teurer bzw. hochwertiger aussehen zu lassen – natürlich O H N E  Photoshop. Wenn man weiß wie, dabei sicher die kleinen Tricks beherrscht, geht das sogar ziemlich einfach.

Bei unseren Kunden wandten wir das gleiche an und zeigten sie auf ihren Hochzeitsfotos:

  • von der schönsten Seite
  • sehr charmant
  • auch sexy
  • und vor allem sinnlich
  • wenn nötig: schlanker oder auch mal kurviger

Dabei durfte weder die Konfektionsgröße, noch die Länge der Nase, die Bauchrundung des Bräutigams oder das unvorteilhaft gewählte Hochzeitskleid einen negativen Einfluss auf unsere Bildergebnisse haben.

Auf der Webseite  präsentierten wir nur wenige Bilder, jedoch nur die, welche den zukünftigen Kunden eine klare Botschaft übermittelten:

“Das sind Fotografen, die ein Gefühl für Schönheit besitzen und sich nicht scheuen es auch zu zeigen!”

Parallel zum Portfolio-Qualität stiegen auch unsere Preise.

Wie rechnete sich all die Mühe aus?

Im Anschluss folgten Hochzeitsaufträge aus dem Freundes- und Familienkreis unserer ehemaligen Kunden. Allerdings von Brautpaaren, die bereits moderner gerichtet waren, deutlich kleiner feierten und über ein größeres Budget verfügten. Auch Google als Suchmaschine und die sozialen Netzwerke führten den richtigen Kunden zu uns.

Warum sie ausgerechnet uns den Auftrag gaben? Sie hätten doch jemanden “günstiger” bekommen können.

Die Antwort auf diese Frage kam immer vom Bräutigam: Er war so überrascht, wie aus einer “Hallen”-Hochzeit, auf welcher er persönlich als Gast dabei war, solch großartige Ergebnisse folgten. So kann er beruhigten Herzens feiern, wenn wir seinen Tag fotografisch begleiten.

Und die Braut? Für jede einzelne von ihnen war und ist eigentlich bis heute eines wichtig:

“Dass sie mit großer Gewissheit atemberaubend schöne Hochzeitsbilder bekommt.”

Im Laufe unserer Karriere fand sich kein einziges Brautpaar, welches sich ganz “normale” Hochzeitsbilder wünschten. Ganz nach dem Motto: “So wie wir am Abend vor dem Fernseher sitzen oder morgens im natürlich/authentisch Look aus dem Bett fallen…”

Den richtigen Eindruck erwecken…

Gibt es einige Tricks, um Details oder schlichte Wohnräume hochwertiger zu präsentieren?

Oh ja, jede Menge! Du würdest dich wundern was alles Möglich ist, man muss nur wissen: WIE?!

Kann man ein “weniger gut” aussehendes Paar wirklich schön fotografieren? 

Ja, das geht! Genau wie es durchaus möglich ist, eine hübsche Braut absolut unvorteilhaft abzulichten.

Auch wenn es oft den Eindruck erweckt: Unsere Kunden sind K E I N E  Models! Sie sind vom äußeren her eher durchschnittlich und doch sehen sie auf den Fotos so elegant aus. Der Grund ist – weil wir eben wissen, worauf es wirklich ankommt.

  • Möchtest auch du mehr Wertschätzung?
  • Höheres Honorar für deine Arbeit in der Fotografie?
  • Nur die Aufträge annehmen, welche dich auch begeistern?

Dann steige aus der Masse empor, zeige deinem Kunden was du persönlich alles drauf hast, das ist der einzig richtige Weg. Es fängt bei dir an, du kannst es meistern!

 

Du hast keine Ahnung wie du es anstellen sollst? Das wussten wir damals auch nicht und investierten deshalb in unser Wissen anstatt nur in die Ausrüstung. Heute, teilen wir unser wertvollstes Wissen mit Kollegen >> hier erfährst du mehr <<

Deine Christina und Eduard
Wedding Photographer

 

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