Datenschutz Grundverordnung

In diesem Post geht es in die nächste Runde der DSGVO ab 25. Mai 2018. Wir hoffen, dass du unsere Tipps und Vorschläge aus dem ersten Teil zu DSGVO umsetzen konntest, nun folgt Teil 2.

 

Schritt 1 Impressum auf der Fanpage aktualisieren

Bei eRecht24 findest du ein Impressum-Generator für Facebook

Kleiner Tipp: du kannst deine Fanpage verifizieren. Das ist der graue Haken neben dem Namen √ . Damit schaffst du mehr Vertrauen beim Kunden und es soll sogar die Reichweite erhöhen. Zur detailierten Anleitung geht es hier lang:
Verifizierungsbanner beantragen

 

Schritt 2 Homepage und Blog

Schließe eine Auftragsdatenverarbeitungs-Vereinbarung mit deinem Webhoster ab, geht meistens online.

 

Schritt 3 Veranstaltungen vor Ort fotografieren

Bleibt weiterhin erlaubt!

Fotografieren auf Hochzeiten:

Datenschutzbeauftragter der fotocommunity hat einen hochinteressanten Artikel “Peeople- und Streetphotography” verfasst – sogar mit einer schriftlichen Stellungnahme aus dem Bundesministerium für Inneres.

Zum Beitrag gibt es jede Menge Kommentare mit ausführlichen Antworten auf viele brennenden Fragen. Hier ein Auszug:

“Wenn die Fotos allein für die Hochzeitsgäste und die Familie bestimmt sind, dürfte es sich um Verarbeitungen zu familiären Zwecken handeln. Die unterliegen nicht den Beschränkungen der Datenschutz Grundverordnung…”

Das Brautpaar informiert ihre Hochzeitsgäste über die Anwesenheit eines Fotografen. Tun die meisten Paare sowieso, nicht wegen der Datenschutzverordnung sondern weil sie ihre Gäste absolut entspannt sehen möchten und nicht wild durch die Gegend knipsend. Als Hochzeitsfotograf brauchst du keine schriftliche Genehmigung von jedem einzelnen Gast, weder vom Onkel noch vom Standesbeamten oder dem Pfarrer.

Fotografieren auf Veranstaltungen wie:

Partys in Clubs, Pferdesport, etc… Hier muss der Veranstalter in seinen Teilnahmebedingungen auf den Fotografen hinweisen! Auch hier reicht ein Blick in die Kamera, wer nicht fotografiert werden möchte, dreht sich sowieso weg.

 

Schritt 4 Nutzung der Bilder im Internet

Auch vor der DSGVO war es bereits nur mit einer Genehmigung erlaubt, wussten leider nicht alle Kollegen, jetzt sind alle informiert.

 

Schritt 5 Widerruf der Veröffentlichungsgenehmigung

Im Falle einer Nutzung der Bilder auf deiner Webseite, deinem Blog oder in sozialen Netzwerken – brauchst du eine schrifliche Genehmigung. Diese wiederrum, kann dein Kunde jederzeit widerrufen.

Wie dabei mit den Kosten zu handhaben ist z.B. bei TfP, Styled-Shooting oder ob der genutzte Rabatt von Kunden als Differenz an den Fotografen zurück zu zahlen ist, sollte in deinen Verträgen genannt werden.

 

Schritt 6 Nutzung von WhatsApp

Hierzu ein Auszug aus dem Interview der HWK mit einem Anwalt:

Dürfen Betriebe per WhatsApp kommunizieren, wenn der Erstkontakt vom Kunden ausging?

“Rechtlich spricht nichts dagegen, sofern der Erstkontakt vom Kunden ausgeht. Schreibt der Kunde den Handwerker per WhatsApp an, entscheidet er sich bewusst für diesen Kommunikationsweg”, erläutert der Anwalt.

Somit bestehe eine beidseitige Einwilligung, da theoretisch beide wissen, dass Daten in die USA übermittelt werden können, sie haben schließlich vorher den AGBs zugestimmt.

Den kompletten Beitrag kannst du sehr gerne hier lesen: WhatsApp Business und DSGVO. Solltest du trotzdem Sorgen bezüglich der Nutzung von WhatsApp haben, lösch die App auf dem Handy.

 

Schritt 7 Umgang mit Drittanbieter-Service

Die meisten Anbieter (auch aus dem Ausland) haben bereits reagiert und ihre Nutzungsrichtlinien an die neuen Datenschutzstandards angepasst. Im Zweifelsfall kannst du dich beim jeweiligen Anbieter informieren.

 

Wie du siehts es gibt keinen Grund in Panik oder der Hysterie zu verfallen. Wir wünschen dir ganz viel Freude bei der Umsetzung der neuen Regelungen!

Solltest du dir unsicher sein, so ist es ratsam, sich an einen Fachanwalt zu wenden.

Deine Christina und Eduard
wedding photographer

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