Verschiedene Varianten zum optimalen Weißabgleich

Schon manche von uns hat er zum Rand der Verzweiflung gebracht, die Rede ist vom Weißabgleich! Zu Zeit der analogen Fotografie wurde die Farbkorrektur gleich mit der korrekten Filmwahl geklärt: es gab einen für Outdoor und einen für Innenaufnahmen. Leider ist es in der digitalen Fotografie nicht so einfach.

Vor allem Mischlichtverhältnisse im Standesamt mit grünen Vorhängen und einem roten Teppich, dann noch der verregnete Himmel und zum Abschluss des Ganzen, die gelbe Beleuchtung an der Decke. Halleluja!

In solchen Situationen ist die automatische Funktion der Kamera völlig hilflos. Der Weißabgleich macht was er will, nur nicht das was wir Fotografen uns wünschen: einen natürlichen Hautton – einen, bei dem unsere Kunden nicht aussehen, als ob sie in Quarantäne gehören.

Wozu dient der Weißabgleich überhaupt, außer uns zu ärgern?

In der Kamera wird die vorhandene Farbtemperatur gemessen, im Anschluss eine den Lichtverhältnissen angepasst, ermittelt und eingestellt, doch leider nicht immer korrekt.

Ja, wir sind verwöhnt, denn das Menschliche Auge vollzieht diesen Prozess ganz automatisch. Deiner Kamera musst du etwas nachhelfen.

 

Um den optimalen Weißabgleich zu berechnen, gibt es verschiedene Varianten:

 

1. Einstellungen direkt in der Kamera vornehmen:

  • • Sonne
  • • Blitz
  • • Wolken
  • • Kunstlicht
  • • Schatten
  • • usw…

 

2. Einsatz der Graukarte:

  • • Lege bei der ersten Aufnahme, neben dem Objekt deiner Begierde die Graukarte. Beim Paarshooting könnte es ein Assistent tun oder das Brautpaar selbst, anschließend kommt die Karte zur Seite. • Später beim Bearbeiten der Bilder am PC ist es lediglich ein Klick in die Karte rein, dabei  wird das “neutrale Grau” festgelegt und die Farbverschiebungen korrigiert.

 

3. ExpoDisc als Weißabgleichsfilter:

  • • Für uns haben wir eine weitere Option entdeckt, um den optimalen Weißabgleich an Ort und Stelle vorzunehmen, einen den Lichtverhältnissen angepassten. Hierfür nutzen wir die ExpoDisc 2.0 Weißabgleichsfilter. Vor die Linse gehalten, ermöglicht die ExpoDisc das einfallende Licht zu erfassen und mit ermittelten Daten den individuellen Weißabgleich in der Kamera vorzunehmen.

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Das Bild links wurde aufgenommen, nachdem die Expodisc den korrekten Wert für Weißabgleich berechnete und das Bild rechts wurde mit dem Automatischen WB fotografiert. Der Unterschied ist enorm, vor allem bei Aufnahmen in Kirchen,  im Standesamt, Hotel Zimmer, und allen anderen Räumen mit Mischlicht.

Die Investition von knapp 55 € über AMAZON lohnt sich!

 

Was tun, wenn der Weißabgleich sich nicht vernünftig einstellen lässt?

In solchen Fällen hilft nur eines: konvertiere das Bild in Schwarz/Weiß. Das trifft hin und wieder bei Partybildern zu, wenn das DJ-Licht in herrlichen Farbnuancen wie knalliges Rot, strahlendem Lila oder noch besser in tiefem Grün die Hochzeitsgesellschaft “bemalt”.

 

Wir hoffen unsere Tipps helfen dir weiter und würden uns über deinen Kommentar zum Beitrag freuen.

 

Vielleicht gibt es ein anderes Thema welches dich brennend interessiert? Dann schreib uns an store@christinaeduard.de

 

Wir wünschen dir viel Erfolg und immer gutes Licht!

Deine Christina und Eduard
Wedding Photographer

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